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Umwelt
22.März 2008 | Kommentieren
Unsere Umwelt verschlechtert sich anscheinend unaufhörlich. Und die bisherigen Prioritäten unserer Gesellschaft
sind ziemlich klar, wenn beispielsweise Arbeitsplätze bedroht sind, dann zählt die Umwelt nichts mehr, egal,
welcher Müll möglicherweise an den betroffenen Arbeitsplätzen produziert wird. Es scheint, als ob die
Verschlechterung bestenfalls verlangsamt werden kann, durch bewußtes Gegensteuern. Die Probleme sind auf der
rationalen Ebene schon lange weitgehend bekannt - aber kaum jemand ist bereit, sich ihnen wirklich zu stellen
und eine radikale Veränderung unserer Lebensweise einzuleiten.Das ist nicht gerade ermutigend, sich trotzdem dafür einzusetzen. Andererseits gibt es kaum ein lohnenderes Thema, denn es geht letzten Endes um nicht mehr oder weniger als langfristig die Welt zu retten, jedenfalls die Welt, die wir Menschen kennen und lieben.
Wenn Friedrich Schiller, der bedeutendste deutsche Dramatiker, seine Sturm- und Drang-Periode heute erlebt hätte, er hätte bestimmt den heuchlerischen und halbherzigen Umgang der Menschheit mit den selbstgeschaffenen Umweltbedrohungen in einem aufrüttelnden Drama behandelt. Der leicht abgewandelte Auftritt des Karl Moor aus dem Drama "Die Räuber" vermittelt eine Ahnung davon:
- Menschen! - Menschen? Falsche, heuchlerische Krokodilbrut! Ihre Augen sind Wasser! Ihre Herzen hängen an
Arbeitsplätzen! Nachhaltigkeit auf den Lippen! Freie Mobilität im Busen!
Näheres unter Die Umwelt-Räuber
- Das BUSCH-Spiel (Betriebliches Umwelt-Schutz -Spiel)
Die Spieler sollen für eine fiktive Firma beispielhafte Entscheidungen treffen, die dann finanziell und in einer Umweltbilanz bewertet werden.
Das Ziel ist es, eine möglichst profitables und gleichzeitig umweltschonendes Gesamtergebnis zu erzielen. Es handelt sich um ein Lernspiel, bei dem Verständnis für betriebliche Umweltaspekte geweckt wird und gleichzeitig Informationen dazu vermittelt werden.
Es wurde seinerzeit rund 200 mal in berufsbildenden Institutionen installiert.
Näheres unter Das BUSCH-Spiel
- Screenpeas
Der Name Screenpeas ist eine Art Parodie auf den Namen Greenpeace - bei allem Respekt vor der Mutter aller Umweltorganisationen.
Unter diesem Namen wurde bereits in der Frühzeit des Internets ein kleines grünes Online-Magazin mit satirischen Beiträgen zu Umweltthemen gestartet. Das Magazin hat es immerhin bis zur Nummer 18 geschafft; viele der über 100 im Archiv befindlichen Beiträge sind immer noch aktuell.
Das Screenpeas-Archiv unter screen-peas.de
- Energie-Steuer-Konferenz
Ein Online-Rollenspiel zum Thema Energie-Verbrauch in der Europäischen Union. Die Spieler sollen als Vertreter eines europäischen Landes an einer Konferenz teilnehmen und über Vorschläge zur Begrenzung des Energieverbrauchs durch eine europaweite Besteuerung verhandeln und abstimmen.
Es ist ein Lernspiel, bei dem Kenntnisse über die Energie-Situation europaweit und die unterschiedlichen Interessen und Ausgangslagen der einzelnen Mitgliedsstaaten vermittelt werden sollen.
Wer will, kann sich in einem Probespiel als Delegation eines Landes anmelden, oder einfach als "Zuschauer" die Informationen und Verhandlungspositionen ansehen (Paßwort: guest).
Zum Probespiel Energie-Steuer-Konferenz
